Bad Salzuflen

Bad Salzuflen ist eine Stadt und ein Thermal-Heilbad im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe in Deutschland. Bad Salzuflen liegt am östlichen Rand der Ravensberger Mulde, am Zusammenfluss von Salze und Bega mit der Werre.


Nordöstlich von Werre und Bega durchzieht ein großteils bewaldeter Hügelstrang des Lipper Berglands mit Erhebungen bis zu 267 Metern das Stadtgebiet. Der tiefste Punkt liegt auf etwa 34 Metern, bei der Werre an der Grenze zu Herford. Seit 2008 gehört das Stadtgebiet zum Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge.

Nicht weit von Bad Salzuflen entfernt liegt die Stadt Detmold. Von 1468 bis 1918 war Detmold die Residenzstadt der Herren, Grafen und Fürsten zur Lippe, danach bis 1947 Hauptstadt des Freistaats Lippe bzw. des Landes Lippe, welches anschließend in das neue Bundesland Nordrhein-Westfalen eingegliedert wurde.

Von 1932 bis 1972 war Detmold Sitz des Kreises Detmold. Seit 1973 ist Detmold Sitz des aus den zusammengelegten Kreisen Detmold und Lemgo bestehenden Kreises Lippe.

Die Innenstadt von Bad Salzuflen weist noch immer eine größere Anzahl zumeist giebelständiger und reich beschnitzter Fachwerk-Dielenhäuser des 16. und 17. Jahrhunderts auf. So findet sich in der Fußgängerzone eines der bedeutendsten noch erhaltenen Weserrenaissance-Ensembles in Ostwestfalen. Die Häuser in der Fußgängerzone sind alle gut erhalten, im Erdgeschoss aber meist durch Umbau zu Ladengeschäften mit Schaufenstern verändert.

Ein Überbleibsel der Salzgewinnung sind auch die oft fälschlich als Saline bezeichneten Gradierwerke mit einer Länge von früher insgesamt 424 Meter, heute etwa 300 Meter. Von den ursprünglich vier vorhandenen Gradierwerken sind nur noch zwei vollständig erhalten. 

Die Gradierwerke werden heute nur noch zu Kurzwecken betrieben. Durch die über Schwarzdornbündeln herabrieselnde Sole wird die Luft in der Nähe des Gradierwerks mit Salz angereichert, die Wassertröpfchen binden Partikel in der Luft. Das Einatmen salzhaltiger Luft befeuchtet die Atemwege und beeinflusst die Wandungen der Atemorgane positiv.

Die hohe Heilkraft des Wassers führte dazu, dass neue Badehäuser entstanden und weitere Quellen erbohrt wurden, so zum Beispiel der Leopoldsprudel, dessen Brunnentempel sich inmitten des heutigen Kurparks befindet.

Bekannt geworden ist Bad Salzuflen durch den Kurbetrieb. Mit seinen drei Trink-, drei Thermal- und drei Solequellen hatte es den Status eines lippischen Staatsbades. Obwohl die Gründung des fürstlichen Solebads annähernd 100 Jahre zuvor erfolgt war, erhielt Salzuflen den Namenszusatz „Bad“ erst am 14. April 1914.

Mit seinen Thermal- und Solequellen entwickelte sich die Stadt ab 1818 zu einem lippischen Staatsbad. Das hatte natürlich Auswirkungen auf die Entwicklung der Stadt und führte zu einer ganzen Reihe neuer Gebäude im Stil der Zeit.

Das bedeutendste dieser Gebäude ist dabei sicher die Villa Dürkopp, erbaut im Stil des Neobarock in exponierter Lage zwischen 1914 und 1917 als Alterswohnsitz des Bielefelder Fabrikanten Nikolaus Dürkopp.

Nach den Tode Dürkopps im Jahr 1918 eröffnete seine Witwe Emilie in der Villa ein Café und verpachtete es als Hotel Restaurant Pension Roseneck. 1929 war „Das vornehme, behagliche Hotel in schönster und ruhigster Lage“ in Besitz von Otto Feitsch. 

Das Reichsbahn-Kameradschaftswerk kaufte die Villa mit dem sie umgebenden parkähnlichen Gartengrundstück 1941 und nutzte es während der Kriegswirren als Kindererholungsheim.

Zum einhundertsten Geburtstag wurde die Jugendstilvilla rundum saniert. Sie wird heute als Hotel Villa Dürkopp von der Stiftung Bahn-Sozialwerk betrieben und ist mit ihren hohen Räumen, stilvollen Kronleuchtern und bunt ornamentierten Fenstern frei zugänglich.

Quellen Wikipedia:

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